Unsere Rheinromantiktour führte uns vom Montag, 20. Juli bis Sonntag, 26. Juli in die deutsche Vergangenheit und auf den Campingplatz Geniau in Bonn-Bad Godesberg-Mehlem.
Montag, 20. Juli
Alle Teilnehmer (elf Einheiten) trafen im Laufe des Nachmittags am Platz ein. Gleich wurden die Tische zum großen Kreis zusammengestellt und eine fröhliche Runde Kaffeetrinken begann.
Neben unseren Mitgliedern waren auch einige vom Club Schleswig-Holstein mit dabei, eine gute Gemeinschaft. Später gab es Begrüßungssekt und Knabbereien und Ulli gab uns einige Infos zur Tour. Die Sonne strahlte vom Himmel und verschwand irgendwann im nahen Rhein.
Dienstag, 21. Juli
10 Uhr Abfahrt mit den Rädern zur Fähre (ca. 2 km), dann eine kurze Fahrt über den Rhein nach Königswinter. Dort ging es zu Fuß zur Talstation der Drachenfelsbahn. Es ist die älteste Zahnradbahn Deutschlands – gibt es wohl schon seit 1883.
Die erste Station war das Schloss Drachenburg. Hier stiegen wir alle aus, um danach jeder für sich in dieses Kleinod einzutauchen. Einige kannten die Anlage aus der TV-Serie „Bares für Rares“, welche hier gedreht wird. Wir waren zunächst von der Gartenanlage und dem fantastischen Ausblick ins Rheintal begeistert. Aber der Besuch im Innern des Schlosses war noch ein „Ticken“ besser! Möbel, Geschirr, Gemälde, Musikinstrumente und tolle Glasmalereien an den Fenstern! Diese wurde erst in den 2000er Jahren angefertigt nach wiedergefundenen alten Vorlagen und Glasresten. Das Schloss war ja mehrfach zerstört und auch zweckentfremdet worden. Aber nun steht es als Schmuckkasten hoch über dem Rhein. Sehenswert!
Für uns ging es mit der Zahnradbahn aber noch weiter – hoch zum Drachenfels! Dort oben war die Aussicht noch toller, auf Rhein, Siebengebirge, die Städte Bonn und Köln, den nahen Petersberg sowie Bad Honnef/Rhöndorf – unser Ziel für morgen.
Der Tagesausklang am Platz gemütlich und sommerlich bei angenehmen Temperaturen.
Mittwoch, 22. Juli
Mit den Rädern ging es bereits um 9:45 Uhr zur Fähre, diesmal durften die Räder auch Schiff fahren! In Königswinter angekommen fuhren wir den Radweg am Rhein entlang nach Rhöndorf und durch eine schmale Gasse zum Adenauer-Haus. Allerdings waren wir etwas zu früh für die Führung da und somit hatten wir genügend Zeit, die Ausstellung im Eingangsgebäude zu besuchen. Hier war viel über das Leben von Konrad Adenauer zu sehen und zu lesen. Auch tolle Karikaturen über ihn und seine Sprüche. Die Führung ging dann erst in den Garten und später in das Wohnhaus der Familie. Das ganze Anwesen liegt an einem sehr steilen Hang und hat über 100 Treppen, welche zu bewältigen waren. Es war sehr beeindruckend das alles zu sehen.
Leider hat der Himmel heute auf Spätsommer mit Wolken und etwas frischeren Temperaturen umgestellt. Wir fuhren also fast alle zügig zurück zur Fähre und zu den Mobilen. Heute nur eine kleine Runde – warm eingepackt.
Donnerstag, 23. Juli
Heute eigentlich ein „freier“ Tag, aber eine Gruppe von zwölf Campern fuhr mit den Rädern nach Bonn (Weg toll, immer am Rhein entlang) und dort zum Haus der Geschichte. Dies war ein besonderes Erlebnis. Hier kann man die Deutsche Geschichte von 1945 bis heute in Filmen, Fotos und vielen Gegenständen der jeweiligen Zeit erleben! Für unsere Generation ein teilweises Zurückblicken und wieder Auffrischen der Geschichte, aber für die Jugend eine tolle Form unsere Vergangenheit kennen zu lernen und aus den Fehlern von damals zu lernen (vielleicht). Wir waren total begeistert.
Nach 3 ½ Stunden mussten wir erstmal Luft schnappen. Auf dem Rückweg noch ein Stopp bei HARIBO und dann wieder den schönen Rheinradweg zurück.
Nachdem alle da waren, wurden diverse Grills angeworfen und ein weiterer gemütlicher Abend nahm Gestalt an.
Freitag, 24. Juli
Start wieder mit den Rädern um 9:45 Uhr und zwar bis Bonn Marktplatz. Dort, vor dem Alten Rathaus wartete ein Stadtführer auf uns. Dieser verstand es, uns in 1 ½ Stunden das alte Bonn vom Kurfürsten/Fürstbischof bis in die heutige Zeit zu erklären und noch Vorhandenes und Neues zu zeigen. Das Ende der Führung war an Beethovens Geburtshaus.
Danach gingen wir getrennt, fanden uns in guten Restaurants wieder, um erneut einzeln oder zu zweit die Stadt zu erkunden. Sie ist wunderschön, hat viel zu bieten, vor allem schöne Plätze mit Cafés und Bistros, schöne Geschäfte und immer wieder etwas besonders aus einer anderen Zeit. Ein schöner Tag bei herrlichem Sonnenschein.
Samstag, 25. Juli
Zum Abschluss nochmal eine Tour per Rad nach Remagen. Dort konnte das Friedensmuseum in den alten, noch erhaltenen Brückenpfeilern besichtigt werden. Die Brücke dient seit ihrer Zerstörung im 2.Weltkrieg als Mahnmal. Nach dem Besuch erfolgte noch eine Einkehr zur Stärkung.
Am Abend trafen wir uns am Platz im Biergarten zum Essen und später bei den Mobilen zum Abschiedstrunk. Die Woche ging wie im Fluge vorbei, die Gruppe bedankte sich mit einer kleinen Gabe bei den Organisatoren Eva und Ulli für Ausarbeitung und Vorbereitung der Tour. Es hat uns allen viel gegeben und auch bestens gefallen.
Natürlich gab es noch eine Geschichte zum Nachdenken und alle genossen den nun wieder den lauen Sommerabend.
Sonntag, 26. Juli
In aller Ruhe starten die Teilnehmer Ihre Mobile und kommen alle gut an den jeweiligen ausgesuchten Zielen an. Es war insgesamt eine runde Sache und auch das Wetter genau passend!
